Wer bei adidas nach dem Angriffsschläger der Metalbone-Reihe 2024 sucht, landet bei zwei Modellen, die auf den ersten Blick gleich aussehen: dem Metalbone 3.3 und dem Metalbone HRD+. Beide gehören zu Ale Galáns Metalbone-Reihe, beide sind Diamanten mit hoher Balance, beide tragen dieselbe Fläche, denselben Rahmen und dasselbe Schraubensystem im Hals. Der Unterschied steckt im Inneren, im Schaumkern, und er entscheidet darüber, für wen welcher Schläger taugt. Dieser Vergleich zeigt, was gleich ist, was anders ist und woran du erkennst, welcher zu deinem Spiel passt.
Was bei beiden gleich ist
Die Grundkonstruktion teilen sich beide Modelle vollständig. Die Form ist ein Diamant im Oversize-Format, die Balance liegt hoch, also im Kopf. Die Schlagfläche besteht aus aluminisiertem Carbon, das adidas „Carbon Aluminized 2 to 1“ nennt, also Carbongewebe mit Aluminiumanteil. Der Rahmen ist aus Carbonfaser mit achteckigem Rohrquerschnitt, von adidas „Octagonal Structure“ genannt, der das Verwinden beim Treffer begrenzen soll. Im Hals sitzen sechs Schrauben des Weight & Balance System, mit denen du Gewicht und Balance selbst verändern kannst. Ohne Zusatzgewichte wiegen beide laut Hersteller 345 bis 360 Gramm.
Der einzige Unterschied: der Kern
Im Metalbone 3.3 sitzt EVA Soft Performance, im HRD+ EVA High Memory. adidas beschreibt die Mischung des 3.3 als weniger steif, mit schnellerem Ballabgang und mehr Komfort. Den Kern des HRD+ nennt der Hersteller sehr steif und auf maximale Leistung ausgelegt. Der Profi Seba Nerone bezeichnet ihn in seinem Test für adidas als den härtesten der Reihe.
Warum ein Kern so viel ausmacht: Der Schaum zwischen den beiden Flächen entscheidet, wie viel der Schläger beim Treffer nachgibt und wie viel Energie er an den Ball zurückgibt. Ein weicher Kern gibt nach und federt zurück, er schenkt dir Tempo auch bei langsamem Schwung. Ein harter Kern gibt kaum nach. Bei langsamem Schwung kommt wenig zurück, bei schnellem Schwung geht der Ball dafür direkter und berechenbarer ab. Mehr dazu in Schaumkern: weich, mittel, hart.
Die beiden im direkten Vergleich
| Merkmal | Metalbone 3.3 | Metalbone HRD+ |
|---|---|---|
| Form | Diamant (Oversize) | Diamant (Oversize) |
| Balance | hoch | hoch |
| Kern | EVA Soft Performance | EVA High Memory |
| Charakter laut adidas | weniger steif, mehr Komfort | sehr steif, maximale Leistung |
| Schlagfläche | Carbon Aluminized 2 to 1 | Carbon Aluminized 2 to 1 |
| Rahmen | Carbonfaser, Octagonal Structure | Carbonfaser, Octagonal Structure |
| Gewicht ohne Schrauben | 345–360 g | 345–360 g |
| Gewichtssystem | 6 Schrauben im Hals | 6 Schrauben im Hals |
| Saison | 2024 | 2024 |
Was der Unterschied auf dem Platz bedeutet
Im Smash aus vollem Schwung liegen beide nah beieinander: Die Diamantform und die Masse im Kopf geben beiden Durchschlag. Der HRD+ fühlt sich dabei direkter an, der Ball geht ohne spürbares Nachgeben ab. Der 3.3 federt etwas und kommt weicher in der Hand an.
Deutlich wird der Unterschied bei allem, was nicht mit vollem Schwung gespielt wird: bei Bällen aus der Rückwand, bei der Bandeja mit Länge, bei Blocks am Netz. Hier gibt der 3.3 mehr Tempo von selbst mit, der HRD+ verlangt, dass du den Ball aktiv schlägst. Wer oft unter Druck verteidigen muss, merkt das in jedem langen Ballwechsel. Dazu kommt das Gefühl bei Randtreffern: Ein harter Kern gibt sie ungefiltert an die Hand weiter.
Für wen der Metalbone 3.3 passt
Der Metalbone 3.3 ist der Angriffsschläger für Spieler, die einen Diamanten wollen, aber nicht jeden Ball mit maximalem Tempo schlagen. Er passt, wenn du den Punkt gern über dem Kopf beendest, gleichzeitig aber viele Bälle aus der Abwehr spielst und dir der Schläger dabei helfen soll. Wer von einem Tropfen- oder Hybridschläger mit mittlerem Kern auf einen Diamanten wechselt, hat mit dem 3.3 den sanfteren Übergang.
Für wen der Metalbone HRD+ passt
Der Metalbone HRD+ richtet sich an Turnier- und Wettkampfspieler, die hart und früh schlagen: Smash aus dem Stand, Vibora mit Tempo, Volleys am Netz. Wer einen schnellen Arm hat, bekommt vom steifen Kern die direkteste Rückmeldung der Reihe und volle Kontrolle über die Richtung. Wer den Ball eher begleitet als schlägt, bekommt wenig zurück. Und wer bisher mit einem weichen Kern spielt, sollte den Wechsel vorher auf dem Platz ausprobieren, auch dem Arm zuliebe: Ein harter Kern in einem kopflastigen Schläger belastet Handgelenk und Ellbogen stärker.
Die Schrauben im Hals: bei beiden gleich nützlich
Das Weight & Balance System funktioniert bei beiden Modellen gleich. Mit den sechs Schrauben verschiebst du Gewicht und Balance, zum Beispiel für mehr Masse im Kopf beim Angriff oder für einen ruhigeren, griffnäheren Schläger. Es ändert aber nichts am Kern. Einen HRD+ machst du damit nicht weicher, einen 3.3 nicht härter. Wer zwischen beiden schwankt, sollte also nach dem Kern entscheiden und das Schraubensystem als Feinabstimmung sehen. Was die Balance im Spiel bewirkt, erklärt Balance beim Padelschläger.
So testest du den Unterschied
Weil sich beide Schläger nur im Kern unterscheiden, lässt sich der Vergleich gut auf dem Platz nachstellen. Spiele mit jedem zehn Minuten Bälle aus der Rückwand und zehn Minuten Volleys am Netz, ohne bewusst mehr Kraft einzusetzen. Zähle, wie oft der Ball zu kurz kommt, und achte darauf, wie sich Handgelenk und Ellbogen danach anfühlen. Kommen mit dem HRD+ deutlich mehr Bälle zu kurz, fehlt dir für ihn noch das Schlagtempo, und der 3.3 ist die bessere Wahl.
Wenn keiner von beiden passt
Beide Metalbones sind Diamanten mit hoher Balance und damit Angriffsschläger. Wer merkt, dass ihm die Kopflastigkeit zu viel ist, findet bei adidas die Kontrollmodelle mit runder Form, etwa den Cross It Ctrl. Wer einen Angriffsschläger einer anderen Marke vergleichen will, liest Metalbone gegen NOX AT10. Eine Übersicht nach Spielstil steht in Die besten Padelschläger 2026, die Grundlagen zur Form in Rund, Träne oder Diamant.
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Fazit
Metalbone 3.3 und Metalbone HRD+ sind derselbe Schläger mit zwei verschiedenen Herzen. Der 3.3 schenkt dir Tempo und Komfort und ist der zugänglichere Diamant. Der HRD+ gibt dir die direkteste Kontrolle, wenn du das Tempo selbst mitbringst. Die Frage ist nicht, welcher besser ist, sondern wie schnell dein Arm ist und wie viele Bälle du aus der Abwehr spielst.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Metalbone 3.3 und HRD+?
Nur der Kern. Der 3.3 hat EVA Soft Performance, der HRD+ das steifere EVA High Memory. Form, Fläche, Rahmen, Gewicht und Schraubensystem sind gleich.
Welcher Metalbone ist härter?
Der HRD+. adidas beschreibt seinen Kern als sehr steif, Seba Nerone nennt ihn in seinem Test für adidas den härtesten der Reihe.
Welcher Metalbone hat mehr Power?
Bei vollem Schwung liegen beide nah beieinander, der HRD+ wirkt direkter. Bei langsamen Bällen gibt der 3.3 mehr Tempo von selbst zurück.
Wie schwer sind die beiden Schläger?
Beide wiegen laut Hersteller ohne Zusatzgewichte 345 bis 360 Gramm. Mit den Schrauben im Hals lässt sich das Gewicht verändern.
Welche Fläche haben die Metalbone-Schläger?
Beide haben aluminisiertes Carbon, von adidas „Carbon Aluminized 2 to 1“ genannt. Der Rahmen ist aus Carbonfaser mit achteckigem Querschnitt.
Kann ich den HRD+ mit den Schrauben weicher machen?
Nein. Die Schrauben verändern Gewicht und Balance, nicht den Kern. Die Härte bleibt, wie sie ist.
Welcher Metalbone passt für den Umstieg auf einen Diamanten?
Der Metalbone 3.3. Sein weicherer Kern macht den Übergang von einem Tropfen- oder Hybridschläger sanfter.
Für wen ist der Metalbone HRD+ gemacht?
Für Turnier- und Wettkampfspieler mit schnellem Arm, die hart und früh schlagen. Wer den Ball eher begleitet, bekommt vom steifen Kern wenig zurück.
Spielt Ale Galán diese Schläger?
Beide gehören zu Ale Galáns Metalbone-Reihe 2024. Auf der Produktseite des HRD+ steht sein Name, der 3.3 wird im adidas-Blog zur Reihe vorgestellt.
Belastet der HRD+ den Arm stärker?
Ein harter Kern in einem kopflastigen Schläger belastet Handgelenk und Ellbogen stärker als ein weicher. Wer von einem weichen Schläger umsteigt, sollte vorher testen. Anhaltende Beschwerden gehören zum Arzt.