Was zieht man zum Padel an? Kleidung für Halle, Außenplatz und die erste Stunde

Was zieht man zum Padel an? Kleidung für Halle, Außenplatz und die erste Stunde

Padel hat keine Kleiderordnung. Auf dem Platz stehen Leute in Tennisrock, Laufhose, Fußballtrikot und Baumwollshirt nebeneinander, und alle spielen. Trotzdem gibt es Kleidung, die funktioniert, und Kleidung, die stört — nach der ersten Stunde weißt du, was du falsch angezogen hast. Dieser Text sagt es dir vorher: für die Halle, für draußen, für den Winter und für die erste Stunde, wenn du noch nichts kaufen willst.

Die Grundregel

Padel ist Bewegung in kurzen, schnellen Wegen mit vielen Stopps und Drehungen — ähnlich wie Squash oder Badminton, weniger wie Laufen. Die Kleidung muss Bewegungsfreiheit in Schultern und Hüfte geben, Schweiß abtransportieren und nichts haben, das flattert, hängt oder klemmt. Funktionsstoffe sind angenehmer als Baumwolle, weil sie nicht nass am Körper hängen; ein Baumwollshirt tut es für die erste Stunde trotzdem. Alles, was du für Tennis, Squash oder Fitness hast, funktioniert.

Hose: die Taschen sind der Punkt

Die wichtigste Kleiderfrage beim Padel ist die Hose — genauer: die Taschen. Du brauchst beim Aufschlag einen zweiten Ball in der Tasche, und der muss hineinpassen, ohne herauszufallen oder beim Laufen zu schlagen. Kurze Sporthosen mit tiefen Seitentaschen oder Tennis-Shorts sind ideal; Laufhosen mit einer winzigen Schlüsseltasche nicht. Bei Röcken und Kleidern haben die Innenhosen oft Ballhalter. Wer keine Tasche hat, klemmt den zweiten Ball unter den Hosenbund — es geht, es stört. Lange Hosen sind draußen im Herbst sinnvoll, sollten aber eng am Knöchel liegen, damit nichts unter die Sohle kommt.

Shirt

Kurzarm oder ärmellos, locker genug für den Aufschlag über Kopf, eng genug, dass es beim Rutschen zur Wand nicht hochrutscht. Funktionsstoff transportiert Schweiß und trocknet schnell. Helle Farben sind draußen im Sommer angenehmer. Ein Wechselshirt für nach dem Spiel gehört in die Tasche — nach 90 Minuten Padel ist das erste nass, und in der klimatisierten Halle oder draußen im Wind kühlt ein nasses Shirt schnell aus.

Schuhe: die einzige echte Ausrüstungsfrage

Alles oben ist Geschmack; die Schuhe sind es nicht. Laufschuhe haben eine hohe, weiche Sohle, die beim seitlichen Stopp kippt, und ein Profil, das im Sand blockiert — genau der Mechanismus, mit dem Knöchel umknicken. Für die ersten Male reicht ein flacher Hallenschuh mit griffiger Sohle; ab dem dritten Termin braucht es einen Padel- oder Sandplatz-Tennisschuh mit Fischgrät- oder Omni-Sohle. Warum, steht in Padelschuhe: Fischgrät oder Omni; die Auswahl unter Schuhe.

Socken

Sportsocken, die über den Knöchel reichen, verhindern, dass Sand aus dem Kunstrasen in den Schuh rieselt und Blasen reibt. Dünne Sneakersocken sind dafür zu kurz. Funktionssocken mit verstärkter Ferse und Zehenpartie halten länger und scheuern weniger. Ein zweites Paar in der Tasche ist bei zwei Einheiten hintereinander Gold wert.

Draußen

Auf dem Außenplatz kommen Sonne, Wind und Temperatur dazu. Im Sommer: Kappe oder Stirnband gegen Sonne und Schweiß in den Augen, Sonnenbrille nur, wenn du sie gewohnt bist — der Lob gegen die Sonne ist so oder so schwer. Sonnenschutz auf Nacken und Arme, weil du 90 Minuten in der Sonne stehst. Im Herbst: eine dünne Jacke oder ein Longsleeve zum Aufwärmen, das nach zehn Minuten ausgezogen wird und in der Tasche verschwindet. Wind macht den Lob unberechenbar; das ist kein Kleidungsproblem, aber gut zu wissen.

Winter

In beheizten Hallen spielst du wie im Sommer. In unbeheizten Hallen und auf überdachten Außenplätzen ist es im Januar kalt: Schichten sind die Lösung — Longsleeve unter dem Shirt, eine leichte Jacke für Aufwärmen und Pausen, lange Hose oder Tights unter der Short. Die Jacke kommt ab, sobald du warm bist, und in den Pausen wieder an; ein ausgekühlter Körper ist der Anfang jeder Zerrung. Wie Du Deine Ausrüstung bei Kälte behandelst, erklären unsere Ratgeber zur Lagerung von Padelbällen und zur Schlägerpflege.

Materialien im Vergleich

Polyester und Polyester-Elasthan-Mischungen sind der Standard für Padelkleidung: leicht, schnell trocknend, dehnbar, günstig. Sie riechen nach einigen Wäschen, weil sich Bakterien im Gewebe halten — Sportwaschmittel oder ein Essigspülgang helfen. Merinowolle-Mischungen sind teurer, riechen kaum und wärmen im Winter, trocknen aber langsamer. Baumwolle ist bequem, saugt Schweiß und hält ihn fest — für 90 Minuten Padel unangenehm, für die erste Stunde egal. Bei Hosen zählt der Stoff weniger als der Schnitt: eng genug, dass nichts flattert, weit genug für den tiefen Ausfallschritt zur Seitenwand. Kompressionsshorts unter der Short sind Geschmackssache; viele schwören auf sie, weil sie Reibung an den Oberschenkeln verhindern.

Pflege

Funktionskleidung wird kalt oder bei 30 Grad gewaschen, ohne Weichspüler — er legt sich auf die Fasern und blockiert den Feuchtigkeitstransport. Nicht in den Trockner, nicht auf die Heizung; auf der Leine trocknet sie in einer Stunde. Schweißbänder und Socken wäscht du nach jeder Einheit, die Kappe alle paar Wochen von Hand. Wer die Tasche nach dem Spiel offen lässt und die nasse Kleidung sofort herausnimmt, spart sich den Geruch, der sich sonst in Tasche und Schläger festsetzt.

Hände und Handgelenk

Ein Schweißband am Handgelenk hält den Schweiß vom Griff fern — bei feuchten Händen wichtiger als jede Griffbandwahl. Handschuhe braucht niemand; wer rutschige Hände hat, arbeitet am Griff, nicht an der Hand. Wie das geht, steht in Schwitzige Hände beim Padel. Schmuck, Uhren mit hartem Gehäuse und lange Ketten bleiben in der Tasche — der Schläger des Partners kommt näher, als man denkt.

Für die erste Stunde

Kauf nichts. Sporthose mit Taschen, Funktions- oder Baumwollshirt, Socken über den Knöchel, flache Hallenschuhe, Handtuch, Wasser, Wechselshirt. Leihschläger gibt es fast überall, Bälle stellt oft der Platz oder ein Mitspieler. Wenn dir Padel nach drei Terminen gefällt, sind die Schuhe die erste Anschaffung, dann der Schläger. Wenn Du später einen eigenen Schläger suchst, hilft Dir der Ratgeber Schlägerwahl nach Deinem Spielniveau.

Was in die Tasche gehört

Wechselshirt, zweites Paar Socken, Handtuch, Wasser, ein Ersatz-Overgrip, Pflaster für Blasen, im Winter die Jacke, im Sommer Sonnenschutz und Kappe. Wer regelmäßig spielt, hat das dauerhaft gepackt; welche Tasche das fasst, steht in Padeltasche oder Rucksack. Und der zweite Ball für die Hosentasche — den vergisst man nur einmal.

Häufige Fragen

Gibt es beim Padel eine Kleiderordnung?

Nein. Alles, was du für Tennis, Squash oder Fitness hast, funktioniert. Bewegungsfreiheit, Schweißtransport und nichts, das flattert oder klemmt — mehr braucht es nicht.

Warum ist die Hosentasche so wichtig?

Der zweite Ball für den Aufschlag muss hineinpassen, ohne herauszufallen oder beim Laufen zu schlagen. Tiefe Seitentaschen oder Tennis-Shorts; Laufhosen mit Schlüsseltasche reichen nicht.

Reicht ein Baumwollshirt?

Für die erste Stunde ja. Funktionsstoff ist angenehmer, weil er nicht nass am Körper hängt — und ein Wechselshirt für danach gehört immer in die Tasche.

Kann ich in Laufschuhen spielen?

Für das allererste Mal notfalls, danach nicht: Die hohe, weiche Sohle kippt beim seitlichen Stopp, das Profil blockiert im Sand — der Mechanismus, mit dem Knöchel umknicken.

Welche Socken?

Über den Knöchel, damit kein Sand in den Schuh rieselt, mit verstärkter Ferse und Zehenpartie. Ein zweites Paar bei zwei Einheiten hintereinander.

Was ziehe ich draußen im Sommer an?

Helles Funktionsshirt, Kappe oder Stirnband, Sonnenschutz auf Nacken und Armen. Sonnenbrille nur, wenn du sie gewohnt bist.

Und im Winter in der kalten Halle?

Schichten: Longsleeve unter dem Shirt, leichte Jacke für Aufwärmen und Pausen, lange Hose oder Tights unter der Short. Jacke ab, sobald du warm bist, in Pausen wieder an.

Brauche ich Handschuhe oder Schweißband?

Handschuhe nicht. Ein Schweißband am Handgelenk hält den Schweiß vom Griff fern — bei feuchten Händen wichtiger als die Griffbandwahl.

Was kaufe ich für die erste Stunde?

Nichts. Sporthose mit Taschen, Shirt, lange Socken, flache Hallenschuhe, Handtuch, Wasser. Leihschläger gibt es fast überall. Nach drei Terminen zuerst Schuhe, dann Schläger.

Was gehört dauerhaft in die Padeltasche?

Wechselshirt, zweites Paar Socken, Handtuch, Wasser, Ersatz-Overgrip, Pflaster, saisonal Jacke oder Sonnenschutz — und der zweite Ball für die Hosentasche.