Griffbänder

Das Teil, das du bei jedem Schlag anfasst — und das die meisten viel zu lange benutzen. Ein Overgrip ist nach 8 bis 12 Einheiten durch, bei Schweißhänden deutlich früher. Perforiert nimmt mehr Feuchtigkeit auf, glatt gibt mehr direktes Gefühl.

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Das meistunterschätzte Teil der Ausrüstung

Der Overgrip ist die einzige Verbindung zwischen Hand und Schläger — und das Teil, das die meisten viel zu lange benutzen. Ein verbrauchter Griff zwingt zum festeren Zugreifen, und ein fester Griff kostet Handgelenksbeweglichkeit, Gefühl für den Ball und auf Dauer den Ellbogen. Für wenige Euro ist das der günstigste Weg, das Spielgefühl deutlich zu verbessern.

Wann er gewechselt gehört

Drei Zeichen, jedes für sich genügt: Die Oberfläche glänzt, der Griff fühlt sich hart statt griffig an, oder der Schläger arbeitet bei Volleys spürbar in der Hand. Wechsle nach Gefühl, nicht nach Kalender — aber prüf das Gefühl aktiv, statt zu warten, bis es dir auffällt. Bei zweimal Spielen pro Woche sind drei bis vier Wochen ein üblicher Rhythmus.

Perforiert oder glatt

Perforierte Overgrips nehmen Feuchtigkeit besser auf und sind bei schwitzigen Händen und in warmen Hallen die bessere Wahl. Glatte Bänder fühlen sich angenehmer an und halten etwas länger, verlieren aber bei Nässe schneller den Grip. Klebrige Ausführungen geben zusätzlichen Halt, sammeln aber auch mehr Staub.

Basisgriff und Griffstärke

Der Basisgriff sitzt fest auf dem Schläger und wird selten gewechselt; der Overgrip kommt darüber. Jede zusätzliche Lage erhöht die Griffstärke um etwa einen halben Millimeter — ein einfacher Weg, die Griffdicke an die eigene Hand anzupassen, ohne den Schläger zu tauschen. Wickle überlappend von unten nach oben, jede Lage etwa zur Hälfte auf die vorige.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich den Overgrip wechseln?

Bei zweimal Spielen pro Woche etwa alle drei bis vier Wochen. Entscheidend ist das Gefühl: glänzende Oberfläche, harte Haptik oder ein Schläger, der bei Volleys arbeitet.

Perforiert oder glatt?

Perforiert bei schwitzigen Händen und warmen Hallen, glatt für angenehmeres Gefühl und etwas mehr Haltbarkeit. Wer viel schwitzt, fährt mit perforiert deutlich besser.

Was ist der Unterschied zwischen Basisgriff und Overgrip?

Der Basisgriff ist die dickere Originalwicklung auf dem Schläger und bleibt lange drauf. Der Overgrip ist die dünne Verschleißschicht darüber, die regelmäßig getauscht wird.

Wie wickle ich einen Overgrip richtig?

Von unten nach oben, jede Lage etwa zur Hälfte überlappend, gleichmäßig gespannt. Oben mit dem beiliegenden Klebeband fixieren. Nicht zu straff ziehen, sonst wird der Griff hart.

Wie viele Overgrips brauche ich pro Saison?

Bei zweimal Spielen pro Woche grob zwölf bis fünfzehn Stück. Im Mehrfachpack kostet einer meist unter zwei Euro — es lohnt sich, einen Vorrat zu haben.

Kann ich zwei Overgrips übereinander wickeln?

Ja, das ist ein gängiger Weg, die Griffstärke zu erhöhen. Jede Lage bringt etwa einen halben Millimeter. Mehr als zwei wird meist schwammig.

Hilft ein neuer Griff gegen schwitzige Hände?

Deutlich. Ein frischer, perforierter Overgrip nimmt Feuchtigkeit auf — ein verbrauchter kann das nicht mehr. Zusätzlich helfen ein Handtuch am Court und ein Schweißband.

Kann ich einen Overgrip waschen und wiederverwenden?

Nein. Die Schaumstruktur ist mechanisch platt gedrückt, nicht nur verschmutzt. Abwischen bringt für eine Einheit etwas Griffigkeit zurück, mehr nicht.

Beeinflusst der Griff die Schlagtechnik?

Indirekt, aber spürbar. Ein zu dicker oder rutschiger Griff führt zum Festhalten, und ein verkrampftes Handgelenk kostet Kontrolle bei Volleys und beim Wandspiel.

Was tun, wenn sich der Griff löst?

Meist ist das Fixierband am oberen Ende gelöst. Neu ankleben oder mit einem Stück Isolierband sichern. Löst er sich mehrfach, war er beim Wickeln zu straff gezogen.