Basisgriff und Overgrip — wo ist der Unterschied?

Basisgriff und Overgrip — wo ist der Unterschied?

Am Griff deines Padelschlägers liegen zwei Bänder übereinander. Das eine wechselst du alle paar Wochen, das andere vielleicht einmal im Jahr — oder nie.

Der Basisgriff

Der Basisgriff — auch Grundband oder Untergriff — ist ab Werk auf dem Schläger. Er sitzt direkt auf dem Griffkern, ist dicker als ein Overgrip (meist 1,5 bis 2 Millimeter), oft genarbt oder mit einer Rille versehen, und er ist mit einer durchgehenden Klebeschicht auf dem Griff fixiert.

Seine Aufgabe ist Polsterung und Griffform. Er bestimmt mit, wie dick der Griff in deiner Hand liegt und wie viel Vibration bei dir ankommt.

Der Overgrip

Der Overgrip kommt oben drüber. Er ist dünn (0,6 bis 0,8 mm), hat nur an einem Ende einen kleinen Klebestreifen und wird spiralförmig gewickelt.

Seine Aufgabe ist Halt — und Schutz für das Band darunter.

Warum es beide gibt

Der Overgrip ist ein Opferteil. Er nimmt Schweiß, Handfett und Abrieb auf, damit der Basisgriff das nicht tut. Wenn er durch ist, kostet dich der Wechsel zwei Minuten und im Pack unter zwei Euro.

Der Basisgriff dagegen ist teurer, aufwendiger zu wechseln — er muss abgezogen, der Kleberest entfernt und das neue Band sauber neu verklebt werden — und er verändert die Griffdicke spürbar. Deshalb schützt man ihn, statt ihn zu verschleißen.

Kurz: Der Overgrip ist das Verschleißteil, der Basisgriff die Substanz.

Kann man ohne Overgrip spielen?

Ja, technisch. Der Basisgriff ist ein vollwertiges Griffband und viele Schläger werden so gespielt, gerade von Einsteigern, die den Schläger einfach so nutzen, wie er aus der Verpackung kam.

Sinnvoll ist es trotzdem nicht:

Der Basisgriff verschleißt. Und zwar unwiederbringlich. Nach einer Saison regelmäßigem Spiel ohne Schutz ist das Grundband glatt, hart und muss ersetzt werden — ein Aufwand, den zwei Euro alle drei Wochen vermieden hätten.

Weniger Halt. Basisgriffe sind auf Polsterung optimiert, nicht auf maximale Griffigkeit. Ein Tacky-Overgrip gibt spürbar mehr Sicherheit.

Der Schweiß bleibt. Er zieht in die Polsterschicht ein und geht nicht wieder raus. Das ist am Ende auch eine Hygienefrage.

Wann du den Basisgriff wechseln solltest

Der Fall tritt seltener ein, als man denkt — aber es gibt ihn:

Der Griff fühlt sich hart an, obwohl der Overgrip frisch ist. Dann ist die Polsterung darunter durchgesessen. Typisch nach zwei bis drei Jahren intensivem Spiel oder nach einer Saison ohne Overgrip-Schutz.

Der Griff ist dir generell zu dünn oder zu dick. Über den Basisgriff lässt sich die Griffstärke am wirkungsvollsten verändern. Mehr dazu: Griffstärke anpassen.

Der Schläger riecht. Kommt vor. Wenn Schweiß über längere Zeit ins Grundband gezogen ist, hilft nur der Tausch.

Es wellt sich unter dem Overgrip. Wenn du beim Wickeln Unebenheiten spürst, die nicht vom neuen Band kommen, hat sich der Basisgriff gelöst.

Was der Wechsel des Basisgriffs bedeutet

Anders als beim Overgrip: Das alte Band abziehen, Kleberückstände entfernen (mit etwas Reinigungsalkohol, vorsichtig), das neue Band ansetzen und unter gleichmäßiger Spannung überlappungsfrei oder mit minimaler Überlappung wickeln. Basisgriffe werden in der Regel auf Stoß oder mit sehr geringer Überlappung gewickelt, nicht wie Overgrips mit 3 bis 5 Millimetern.

Das dauert beim ersten Mal eine halbe Stunde und geht schief, wenn man ungeduldig wird. Wenn du unsicher bist: Die meisten Padel-Anlagen mit angeschlossenem Shop machen das für ein paar Euro.

Die Reihenfolge am Schläger, von innen nach außen

  1. Griffkern — der Schaft, meist EVA oder Holz mit Kunststoffummantelung
  2. Basisgriff — geklebt, 1,5–2 mm, Polsterung und Form
  3. Overgrip — gewickelt, 0,6–0,8 mm, Halt und Schutz
  4. Fixierband — hält das obere Overgrip-Ende
  5. Handgelenkschlaufe — am Griffende, in vielen Anlagen Pflicht

Häufige Fragen

Welche zwei Bänder liegen am Padelgriff?

Innen der Basisgriff — 1,5 bis 2 mm dick, vollflächig verklebt, ab Werk drauf. Außen der Overgrip: 0,6 bis 0,8 mm, spiralförmig gewickelt, nur an einem Ende fixiert.

Welche Aufgabe hat der Basisgriff?

Polsterung und Griffform: Er bestimmt mit, wie dick der Griff in der Hand liegt und wie viel Vibration ankommt.

Warum heißt der Overgrip Opferteil?

Er nimmt Schweiß, Handfett und Abrieb auf, damit der Basisgriff es nicht tut. Wechsel: zwei Minuten und im Pack unter zwei Euro — der Basisgriff-Tausch ist deutlich aufwendiger.

Kann ich ohne Overgrip spielen?

Technisch ja, sinnvoll nein: Der Basisgriff verschleißt dann unwiederbringlich, gibt weniger Halt als ein Tacky-Overgrip, und der Schweiß zieht dauerhaft in die Polsterschicht ein.

Wie oft muss der Basisgriff gewechselt werden?

Vielleicht einmal im Jahr — oder nie, solange ein Overgrip ihn schützt. Er ist die Substanz, der Overgrip das Verschleißteil.

Woran erkenne ich einen verschlissenen Basisgriff?

Glatt, hart und ohne Polsterwirkung — typisch nach einer Saison Spiel OHNE schützenden Overgrip.

Was ändert ein Basisgriff-Wechsel am Schläger?

Spürbar die Griffdicke und die Dämpfung. Deshalb ist er auch der wirkungsvollste Eingriff, wenn die Griffform grundsätzlich nicht passt.

Wie ist die Reihenfolge am Schläger?

Von innen nach außen: Griffkern, dann der vollflächig verklebte Basisgriff, darüber der gewickelte Overgrip.

Warum ist der Basisgriff-Wechsel aufwendiger?

Er muss abgezogen, der Kleberest entfernt und das neue Band sauber neu verklebt werden — kein Zwei-Minuten-Handgriff wie beim Overgrip.

Neue Schläger: direkt Overgrip drauf?

Ja, das schützt das Werksband vom ersten Tag an. Viele Einsteiger spielen den Schläger, wie er aus der Packung kommt — und ersetzen dann früh die teure Substanz statt des billigen Verschleißteils.


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